Die Anleger flüchten in feste Werte wie Immoblien und das erzeugt natürlich eine verstärkte Nachfrage am Immobilienmarkt und aus einer verstärkten Nachfrage am Immobilienmarkt erwächst der Bau solcher Luxusimmobilien, beziehungsweise der Umbau zu solchen Objekten.
Allerdings gehen wir sehr stark davon aus, dass hier wieder eine neue Immobilienblase gebildet wird, denn die Nachfrage nach diesen Luxusimmobilien ist zwar auf Anlegerseite gedeckt, aber unserer Einschätzung nach nicht auf Nutzerseite oder anders gesagt, es gibt jetzt sehr viele, die aus dem Papier in feste Werte gehen, weil sie dem Papier nicht mehr vertrauen und deswegen suchen die jetzt Immobilien, allerdings setzt die Haltung der Immobilien immer auch vorraus, dass man sie vermietet bekommt, oder man nimmt sie nur als Abschreibungsobjekt und Wertanlage, auf jeden Fall wird es nicht gelingen dort dauerhaft und überall Interessenten zu finden, die finanziell potent genug wären, derartige Objekte zu bezahlen, in Folge dessen wird es in einigen Innenstädten Deutschlands zu viele leer stehenden Wohnungen kommen, gleichzeitig steigen mit den Luxus-Sanierungen auch die Mieten im ganzen Stadtteil und so werden sich viele Bürger gezwungen sehen in die Randbezirke zu ziehen, während das Leben, was eine Stadt erst ausmacht durch die immer leerer werdenden Stadtkerne und einem sich selbst ausgrenzenden Publikum immer öder und langweiliger werden.
Man kann das alles sehr schön in Berlin beobachten, man hat einen hippen Szenestadtteil mit viel Kultur wie Prenzlauer Berg, die Gesellschaft ist durchmischt, bunt und interessant. Auch viele Künstler oder Musiker leben dort und bereichern den ganzen Stadtteil, es ist immer irgendwo was los oder etwas Spannendes zu beobachten und deswegen galt der Stadtteil viele Jahre als hipp und in Schwaben gilt Prenzlauer Berg noch immer als hipp, denn bis dahin hat sich offenbar noch gar nicht rumgesprochen, dass der Stadtteil vieles von seinem Scharm der vergangenen Jahre eingebüßt hat, Juppies sind zugezogen, die Mieten steigen und steigen und viele Künster und Musiker wurden durch die steigenden Mieten verdrengt und sind weggezogen. Der Stadtteil verliert mehr und mehr seinen Reiz.
Ganz ähnlich verhält es sich mit dem Kunsthaus Tacheles in Mitte, was nun auch von einem Investor luxussaniert wird. Damit hat man wieder eine Attraktion in der Hauptstadt gekillt, die diese atemberaubende Stadt zu dem macht, was sie ist, denn ein Kunsthaus wie das Tacheles gab es nur einmal auf der Welt und das war in Berlin. Oder nehmen wir ein weiteres Beispiel aus der Hauptstadt und zwar das Projekt "Media Spree"...



























